Osman Balde

Mechanismen Teil 3 von 6

Lernen

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Lernen

An manchen Tagen ist Ruhe geboten. Wahrscheinlich habe ich schon länger keinen Tag so lang verstreichen lassen, bevor ich mich gewagt habe, mich an meinen Schreibtisch zu setzen und in die Tasten zu hauen.

Heute nur mit etwas Kleinem, was ich gefunden habe und mir gedacht hatte, dass es sicher lustig ist, zu teilen und mit einer kleinen Geschichte zu verbinden.

Es ist zwar eine Private-Equity-geführte Universität, aber es hat mich an ein Gespräch erinnert, das ich vor einigen Tagen mit einem Freund geführt hatte. Mein Punkt war quasi, dass mir schon recht früh die ganzen Spiele, die wir als Kinder gespielt haben, gezeigt haben, wie viel Wissen man sich spielerisch progressiv beibringen kann. Ich kann bis heute wahrscheinlich 1000 Yu-Gi-Oh-Karten auswendig, kann die Interaktionen von denen mit anderen bestimmen und wenn man mir ein Update bezüglich der neusten Regeln gibt, auch ein recht solides Duell führen. Das Gleiche gilt für die 800 Pokémon, die es zu meiner Zeit noch gab, deren ungefähre Movesets und wie die mit den unterschiedlichen Typenkombinationen und Items interagieren.

Egal ob The Binding of Isaac, League of Legends, CS:GO und wie sie sonst noch alle heißen, haben eine schier unendlich große Anzahl an Items, Abläufen, Interaktionen, Ausstattungen und noch vielem mehr, aber dennoch können wir uns das Ganze einfach merken. Wir lernen beiläufig ganze Handbücher, Faktentabellen und noch mehr auswendig und bemerken dabei nicht einmal unsere Fähigkeit zu lernen.

So viel Zeit in das Üben von Techniken fließt, auch wenn ich nie der Fastbridger gewesen bin (die Meta war zu meinen Zeiten noch eine andere), hatte ich doch unfassbaren Respekt vor Leuten, die sich stundenlang in Practicetools gesetzt haben, um diese Techniken zu meistern.

Ich hab mich gestern mal wieder hingesetzt gehabt und zwei Runden Seterra gespielt und mir dann vorhin gedacht, das ist doch die perfekte Überleitung, um über Gamification oder spielerisches Lernen zu sprechen. Die wenigsten Leute, die ich kenne, können mir mehr als 50 Länder aufzählen und mir zeigen, wo diese sind. Die meisten von ihnen kennen mehr Länder vom Hören und können mir auch vielleicht ein, zwei Sachen über diese Länder sagen, und die allermeisten glauben, sie könnten nur unter größtem Aufwand alle Länder der Welt lernen. Ich bin mir sicher, dass man sich einfach die Seterra-App runterladen kann. Dass man für eine oder zwei Wochen durch [hier beliebiges Social-Media- / schlechtes Habit einsetzen] austauscht, da kann man sich sicher mehr als 50 treffsicher benennen.

Diese Art von Wissen ist doppelt und dreifach nützlich, weil es einem nicht nur schnell einmal zeigt, dass man nicht nur als Kind schnell lernen kann, sondern auch einem eine Art fundamentales Wissen gibt, das alles andere, was man über Geopolitik, Geographie, Nachrichten etc. hört, jetzt besser vernetzen kann.

Wissen kann in vielen Formen kombiniert werden, aber solange es keine Relevanz für uns hat und für uns kein Fortschritt ersichtlich ist, wird es schwierig, am Ball zu bleiben. Sich seinen Fortschritt zu visualisieren, ihn zu verfolgen und abzuzählen, kann sicher nicht schaden.

Mir hat es auch immer geholfen, dass ich ein Umfeld hatte, das ähnliche Aktivitäten verfolgt hat. Mit seinen Freunden zusammenzuspielen ist nicht nur geselliger, sondern macht das Lernen in der Gemeinschaft auch einfacher, weil wir uns gegenseitig Hilfestellungen und andere Unterstützung geben können.